Wow!

Das war ein Gottesdienst gestern! Das war eine Feier! Für meine Familie und für mich war es ein wunderschönes Erlebnis – und ein bedeutendes noch dazu.

Die Kirche war voll, der Propst hat tolle Worte gefunden (überhaupt der Propst: mit ihm habe ich ja ein besonderes Glück gehabt, dass er mir solche Möglichkeiten eröffnet hat), Kolleginnen und Kollegen (das Glück, gerade diese zu haben, ist nicht geringer) wie der Kirchengemeinderat (einen solchen findet man auch selten) standen an unserer Seite. Viele Menschen aus der Gemeinde, aus dem Stadtteil und darüber hinaus waren da, Freundinnen und Freunde, Familie, und alle toll! Weiterlesen

Wechsel nach Niendorf

Wochenblatt 7-17„Pastor Thiesen wechselt nach Niendorf“ titelte das Niendorfer Wochenblatt in der vergangenen Woche. Da ist etwas dran, auch wenn – wie diverse Nachfragen zeigten – nicht allen klar wurde, was genau.

Da jederzeit neue Metastasen auftauchen können, macht die Arbeit als Pastor der Kirchengemeinde Niendorf nicht mehr wirklich Sinn. Doch statt mich in den vorzeitigen Ruhestand zu schicken, hat Propst Melzer zusammen mit dem Landeskirchenamt eine Stelle „zur besonderen Verwendung“ eingerichtet. Von den laufenden Aufgaben eines Gemeindepastors bin ich weitgehend befreit. Meine Schwerpunkte liegen nun in den Bereichen Spiritualität, Social Media und Stadtteilarbeit. Weiterlesen

Lichtblick der Woche

Lichtblicke der Woche

„Wir schaffen das alleine, aber du fehlst.“ So oder ähnlich Kolleginnen und Kollegen in den letzten Monaten.

„Überlege dir für deine Zukunft, was dir gut tut. Aber es wäre schön, wenn es in Niendorf wäre.“ So oder ähnlich Mitglieder des Kirchengemeinderats in den letzten Monaten.

„Wenn es nicht sinnvoll oder möglich ist, weiter auf der Pfarrstelle zu bleiben, können wir eine „zbV-Stelle“ – zur besonderen Verwendung – einrichten. Machen Sie bitte Vorschläge, wie sie inhaltlich ausgestaltet werden kann.“ So oder ähnlich Propst Dr. Melzer in den letzten Monaten.

Heute ist mein offiziell letzter Tag als Gemeindepastor in Niendorf. Der Tag ist für Ute und mich in höchstem Maß ambivalent. Einerseits sind wir beide mit dieser Aufgabe intensiv verbunden gewesen und wir haben sie geliebt. Und der Grund für das Ausscheiden ist sch…

Andererseits haben uns viele Menschen diesen Schritt so leicht wie möglich gemacht, siehe oben. Und in der Zukunft wird es uns möglich gemacht, unsere Ideen umzusetzen – vorausgesetzt, der Krebs hält still.

„Dafür beten wir.“ So oder so ähnlich viele Menschen aus Gemeinde und Freundeskreis.

 

Übrigens – das Bild lesen wir als Sonnenuntergang UND Sonnenaufgang.

 

Veränderungen

Aufmerksamen Leserinnen und Lesern des Blogs wird es nicht entgangen sein, dass die Besprechung zum Film „Von Menschen und Göttern“ über ein Kloster in Algerien vor Kurzem online gegangen ist. In einer Szene sagt ein Mönch: „Wir sind wie Vögel. Wir wissen nicht, ob wir weiterziehen.“ Und eine Frau antwortet: „Die Vögel sind wir. Sie sind der Baum. Wenn Sie fortgehen, wo sollen wir Kraft schöpfen?“

Diese Sätze haben für uns jetzt eine besondere Bedeutung bekommen. Denn wir werden zu Vögeln – wir ziehen weiter. Weiterlesen