* Der Großinquisitor

Nach Celle hatte ich mir einen Stapel Weltliteratur mitgenommen, die meiner kulturellen Bildung aufhelfen sollte: Aischylos und Sophokles, Goethe, Schiller und Lessing, Fontane und Dostojewski. Das war manchmal interessant und spannend (Faust I), manchmal eher nicht so (Faust II). Dann kam Dostojewski, die Brüder Karamasoff, und in diesem Wälzer eine kleine Geschichte, die mich in höchstem Maß fasziniert und irritiert hat: Der Großinquisitor (unbedingt selbst lesen, z.B. hier). Weiterlesen

Lobetal, Celle

Aus der Reihe „Wie ich wurde, was ich bin“. Alle Beiträge findet ihr in der „Themensuche“ auf der rechten Seite unter der entsprechenden Kategorie.

Als ich 1976 in Neuendettelsau mit dem Studium begann, war das nun ja nicht gerade die große Welt. Aber gemessen an dem, wo ich herkam, hatten sich mir noch einmal neue Horizonte geöffnet. Ich lernte Menschen kennen, die nicht nur theologische Texte interpretieren konnten, sondern auch Autos reparieren und Knoblauch-Spaghetti kochen. Vor allem aber imponierte mir ihr müheloser Umgang mit anderen Menschen. Da hatte ich noch viel vor mir.

Im Lauf der Jahre habe ich dann versucht, meine Fähigkeiten zu entwickeln. Bei einigen ist es mir besser gelungen als bei anderen. Und bei allen Schwierigkeiten und Schmerzen – es war und ist immer noch ein gutes Gefühl: Nach den Sternen zu greifen.

20160624_111735Um meinen Horizont zu erweitern, machte ich im Sommer 78 ein dreimonatiges Praktikum in der Behinderteneinrichtung Lobetal in Celle. Es war eine andere Welt. Vielleicht lag es daran, dass die Sterne an einer anderen Stelle hingen. Weiterlesen