Bedeutungsvolle Tüdelchen

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die mir nicht aus dem Kopf gehen. Zum Beispiel Anführungszeichen.

Gestern las ich bei ze.tt, einem Online-Magazin für junge Leute, einen Artikel über Karfreitag, überschrieben mit „Diese Filme dürfen an Karfreitag nicht gezeigt werden – um „religiöses Empfinden“ nicht zu verletzen“. Als erstes Beispiel wurde „Das Leben des Brian“ genannt, es folgten die „Rocky Horror Picture Show“, die Filmklamotten „Vier Fäuste gegen Rio“ und „Police Acadamy“, dann „Terminator“, „Top Gun“ und „Mad Max“. Aber es sind nicht diese Filme, die mein religiöses Empfinden verletzen, sondern die Anführungszeichen in der Überschrift.

Warum wurde das „religiöse Empfinden“ in Tüdelchen gesetzt? Sie suggerieren: Ein solches Empfinden gibt es eigentlich gar nicht. Weiterlesen

Christentum to go – Jesus

2. Teil der Reihe. Den ersten über Gott findest du hier.

Dass es schwer ist, über Gott etwas zu sagen, wissen Philosophen und Theologen seit Jahrtausenden. Mit Jesus sollte es einfacher sein. Immerhin ist er ein realer Mensch.

Aber dieser Eindruck könnte auch eine Falle sein. Schon früh hat man sich über die „Natur“ Jesu buchstäblich die Köpfe eingeschlagen: Ist er nun wesensgleich (homoousios) oder nur wesensähnlich (homoiousios) mit dem Vater? Wegen eines Jota also wurden Kriege geführt!

Außerdem gibt es von Jesus keine Primärquellen. Weiterlesen